Deutsche Crossmeisterschaften in Löningen

Martin Grau fliegt zum deutschen Meistertitel im Crosslauf – U23 Mannschaft gewinnt Bronze

08.03.2014 – „An Tagen wie diesen“ könnte man gut als Hymne für das Top-Team des LSC Höchstadt bei den deutschen Crossmeisterschaften in Löningen/Westfalen verwenden, denn was die sieben Läufer von der Aisch in Nordwestdeutschland auf die 1,4 km Rasenrunden zauberten, ist aller Ehren Wert. Bei den mit über 1200 Aktiven stark besetzen Meisterschaften kommt der neue deutsche Meister der U23  vom LSC Höchstadt und heißt Martin Grau, zusammen mit Konstantin Wedel und Marco Kürzdörfer holte zudem das Trio Team-Bronze. Die Bedingungen vor Ort glichen eher einem Frühlingslauf als einer Crossmeisterschaft. Mit Temperaturen um 17 Grad, Sonnenschein und einer Strecke, die auf Rasen schnell und wenig Berge aufwies, hatten spurtstarke Athleten gute Karten.

Doch bevor der Mitfavorit aus Biengarten an den Start gehen durfte, schickte Trainer Markus Mönius vier seiner Schützlinge ins Rennen der Männer Mittelstrecke über 4,3 km. In dem mit 112 gemeldeten Aktiven größten Feld der Veranstaltung setzten sich die Favoriten Florian Orth (Regensburg), Timo Benitz (Nordschwarzwald), vor einer Woche noch von Martin Grau bei den Bayerischen besiegt, und Carsten Schlangen (Berlin) durch. Tobias Budde war der schnellste Höchstadter Läufer. Mit Platz 23 in 14:02 min. zeigt er ein starkes Rennen und bestätigte seine gute Form der letzten Wochen. Zacharias Wedel kam als 43ter in 14:42 min. ins Ziel. Ganz eng wurde es dann um den dritten Platz im Team zwischen Florian Lang (14:53 min. / Platz 53) und Christian Amon (14:56 min. / Platz 55). In der Mannschaftswertung reihten sich der LSC auf Platz 6 ein, ein sehr gutes Ergebnis.

Im Rennen der U23 über 8,3 km musste man nach den Vorergebnissen Martin Grau sicher zu den Favoriten zählen, gerade nach seinem souveränen Auftritt bei den bayerischen Crossmeisterschaften. Unsicherheit machte nur die doch sehr ungewohnt lange Strecke. Mit Moritz Steininger (Regensburg), Johannes Motschmann (Magdeburg), Hendrik Pfeifer (Wattenscheid) und die starken Karlsruher Läufer, die im Herbst noch alle vor Grau bei der Qualifikation zur Cross EM lagen, waren alle starken deutschen Läufer am Start. Taktisch sollte sich der 21jährige in den ersten drei Runden etwas zurück halten und andern die Führungsarbeit überlassen. Konstantin Wedel sollte sich um Platz 10-15 einreihen und Mittelstreckler Marco Kürzdörfer stelle sich für das Team der für ihn gefühlten „Marathondistanz“. Nach drei von fünf Runden war dann alles aber schon klar, während Grau unbeirrt sein Tempo weiter laufen konnte, mussten die Verfolger um Steiniger Meter für Meter abreißen lassen. Auf der letzten Runde betrug der Vorsprung bereits über 20 Sekunden. So konnte es sich der Sportfördersoldat leisten auf der breiten Zielgeraden seine Arme auszustrecken und wie ein Flieger ins Ziel zu schweben. Dabei fand er sogar noch die Zeit seinen an der Bande stehenden Zwillingsbruder Bastian abzuklatschen. Seine Siegerzeit betrug 26:19 min. 19 Sekunden zurück sicherte sich Steininger Silber vor dem starken Karlsruher Jan Lukas Becker.
Konstantin Wedel hatte in der Mitte des Rennens eine kleine Schwächephase, kämpfte sich aber wieder ins Rennen und finishte in 27:29 min als 13ter. Marco Kürzdörfer war sichtlich gezeichnet von der Langstrecke für ihn, aber wie man den Adelsdorfer kennt, kämpfte er bis zu Letzt und erreichte einen tollen 19ten Platz (27:59 min) unter den Spezialisten. Der Mannschaftssieg ging sicher an die LG Regensburg, aber danach wurde es spannend. Am Ende sicherte sich die LG Karlsruhe mit 26 zu 33 Mannschaftspunkten den Silberplatz vor Höchstadt. Damit zeigten die Höchstadter Läufer erneut, dass sie zur absoluten deutschen Spitze gehören. Alle Läufe und das Interview mit Martin Grau sind unter www.leichathletik.tv zu sehen.

Lange feiern können die Aktiven ihre Erfolge nicht, auch wenn ein großes Empfangskomitee die Sportler noch in der Nacht in Höchstadt in Empfang nahmen. Martin Grau und Konstantin Wedel werden bereits in dieser Woche ins Höhentrainingslager in die USA aufbrechen. Der Rest wird nach ein paar Erholungstagen direkt ins Aufbautraining für die Anfang Mai beginnende Bahnsaison einsteigen, für hoffentlich weitere großartige Erfolge des LSC Höchstadt. 

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