Deutsche Staffelmeisterschaften

16.02.2014 – „Wir sind ohne große Erwartungen nach Sindelfingen gefahren. Umso glücklicher ist das ganze Team jetzt nach dem vierten Platz bei den deutschen Meisterschaften“, jubelte Trainer Markus Mönius gestern Nachmittag. Kurz zuvor hatte die 3x1000m-Staffel des LSC Höchstadt in der Besetzung Tobias Budde, Marco Kürzdörfer und Martin Grau sensationell gut gegen die deutsche Elite abgeschnitten.                        

Nicht einmal in den Medien angekündigt hatte Mönius diesen Hallen-Wettbewerb, der laut seinen Worten „so stark besetzt war wie seit Jahren nicht mehr“ – auch wenn am Ende mit Friedrichshafen und der LG Nordschwarzwald zwei Topfavoriten ihre Meldung zurückzogen. „Sechster waren wir 2013 in der Halle, diesmal wäre ich mit Rang acht zufrieden gewesen“, so Mönius. 

Doch seine Jungs – alle Jahrgang 1992 – straften ihn Lügen. Weil exakt zehn Dreier-Mannschaften an den Start gingen, entfiel der für Samstagabend vorgesehene Vorlauf. Ein Vorteil für die Höchstadter, die im Gegensatz zu den meisten anderen Konkurrenten ohne Ersatzmann angereist waren.
So gab es eine Chancengleichheit für alle Sportler. Als Startläufer war die Entscheidung zu Gunsten von Tobias Budde gefallen. In den letzten Wettkämpfen lag er gleichauf mit Konstantin Wedel, doch wollte dieser sowieso seinen Fokus auf die Crosssaison legen.

So stand Budde im A-Team und enttäuschte keineswegs. In einem unruhigem Feld mit zahlreichen Tempowechseln und kleineren Rempeleien steigerte er seine Hallenbestzeit auf von Mönius handgestoppte 2,27,6 Minuten und übergab als Siebter an Kürzdörfer. Der hatte zunächst eine Lücke zur Spitzengruppe zu schließen, machte aber nicht den Fehler, mit Gewalt den Anschluss herzustellen. Dadurch sparte er wertvolle Kraft, kam kurz vor Schluss heran und reichte den Stab als Vierter an Grau weiter. Mit einer niedrigen 2:26er Zeit war er der Schnellste im LSC-Trio.
Martin Grau lief lange ein einsames Rennen, dafür war auch seine Zeit, die zwischen 2:26 und 2:27 lag, sehr erfreulich. Die drei Ersten schienen enteilt, von hinten wurde selbst die LG Nord Berlin mit Vize-Europameister Carsten Schlangen nicht mehr zur Gefahr, was Mönius zunächst befürchtet hatte. Stattdessen „hätten wir wohl Bronze geholt, wenn das Rennen 100 Meter länger gewesen wäre“, so der LSC-Trainer. denn der normalerweise starke Erfurter Kevin Stadler brach komplett ein.
Aber auch so waren die Höchstadter höchst zufrieden mit dem DM-Debüt unter neuem Namen. Mönius: „Wir haben große Vereine und Startgemeinschaften wie Uerdingen, die beiden Berliner, das LAC Quelle Fürth und Olympia Dortmund hinter uns gelassen. Was wollen wir mehr?“ Und auch der „Vereinsrekord“ – noch in der Ära des TSV erzielt, wurde geknackt: 7:20,53 lautet die neue Bestmarke. Für Mönius auch ein Beweis dafür, dass sein Konzept aufgeht: „Wir haben halt eine ausgeglichene Truppe.“

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